Gärt­ner Tipps

Von Gärt­ner­meis­ter Pe­ter Köpke

Wir freu­en uns das un­ser Vor­stands­mit­glied Pe­ter Köp­ke jetzt auch im Fer­n­ehen zu se­hen ist. Sein Ar­beits­platz im Ebb­ser Höd­ner­hof un­ter­stützt die Sen­dung vom ORF-Ti­rol “Pflan­ze­rei” im­mer Don­ners­tag um 19.20 im ORF 2. Pe­ter gibt Tipps und Tricks zum The­ma Pflan­zen, egal ob Gar­ten, Bal­kon oder Obst­bäu­me. Es ist für je­den was dabei. 

Mo­nats­tipp Juli / August

Wö­chent­li­che Dün­gung Ih­rer Blu­men­käs­ten und Kü­bel­pflan­zen, um dau­er­haft eine rei­che Blü­te zu ha­ben. Bei Ro­sen und Stau­den stän­dig Ver­blüh­tes aus­schnei­den. Um Rit­ter­sporn zu ei­ner er­neu­ten Blü­te an­zu­re­gen, ist ein bo­den­na­her Rück­schnitt der ab­ge­blüh­ten Sten­gel und eine Dün­gung durch­zu­füh­ren. Be­reits ab­ge­ern­te­te Bee­te mit Kurz­kul­tu­ren z.B. Ra­dies­chen, Feld- oder Pflück­sa­lat neu be­stel­len. Auch Aus­saat von Grün­dün­gungs-pflan­zen wie Gelb­senf ist mög­lich. So­bald nach Be­en­di­gung der Erd­beer­ern­te neue Sen­ker zur Ver­fü­gung ste­hen, ist auf ei­nem gut vor­be­rei­tem Beet (mit Kom­post­er­de an­ge­rei­chert) eine Neu­pflan­zung vor­zu­neh­men, um eine gute Ern­te im Fol­ge­jahr zu er­zie­len. Jo­han­nis- und Sta­chel­bee­ren wer­den gleich bei oder un­mit­tel­bar nach der Ern­te aus­ge­lich­tet. Ge­höl­ze be­kom­men ab Juli kei­nen Stick­stoff­dün­ger mehr, da­mit sie nicht zu ei­nem er­neu­ten Aus­trieb an­ge­regt wer­den, der vorm Win­ter nur un­ge­nü­gend aus­rei­fen kann

Mo­nats­tipp Juni

Da­mit Ro­sen ge­sund blei­ben und für die zwei­te Blü­te im Herbst aus­rei­chend Kräf­te sam­meln, brau­chen sie im Juni noch ein­mal eine gründ­li­che Ver­sor­gung mit Nährstoffen. 
 
Im Juni düngen
 
Ver­wen­den Sie dazu ei­nen gu­ten or­ga­ni­schen Ro­sen­dün­ger. Or­ga­ni­scher Dün­ger wird aus pflanz­li­chen (z.B. Rhi­zi­nus) oder tie­ri­schen Aus­gangs­stof­fen her­ge­stellt (Horn­spä­ne, Blut- und Knochenmehl).
Die­se Stof­fe wer­den – im Ge­gen­satz zu mi­ne­ra­li­schen Dün­gern — vom Bo­den lang­sam auf­ge­schlos­sen und ste­hen der Pflan­ze nach und nach zur Ver­fü­gung. Es be­steht kei­ne Ge­fahr ei­ner Über­dün­gung und die Ro­sen sind auf die­se Wei­se op­ti­mal versorgt.
Mehr Tips un­ter:  Kraut und Rüben

Mo­nats­tipp Mai

Ers­ten Blü­ten­flor bei Mo­nats­erdbee­ren auskneifen

Mehr­mals tra­gen­de Gar­ten-Erd­bee­ren sind we­ni­ger ver­brei­tet. Sie tra­gen im Juni/Juli die ers­ten Früch­te und le­gen nach ei­ner Ru­he­pau­se im Spätsommer/Herbst noch ein­mal nach. Wäh­rend die ers­te Ern­te oft reich­lich aus­fällt, er­schei­nen die spä­ten Früch­te meist nur ver­ein­zelt. Die Erd­bee­ren sind meis­tens klei­ner, da­für aber aro­ma­ti­scher als die Früch­te der ein­mal tra­gen­den Sor­ten. Grö­ße­re Früch­te ern­ten Sie nur dann, wenn Sie den ers­ten Frucht­be­hang be­reits im Mai so stark aus­dün­nen, dass pro Frucht­trieb nur fünf bis sechs Erd­bee­ren üb­rig bleiben.

Mo­nats­tipp April

Dah­li­en pflanzen

Dah­li­en­knol­len kön­nen oft schon Ende April in den Bo­den ge­bracht wer­den. Über­win­ter­te Knol­len wach­sen nur, wenn der Knol­len­hals ge­sund ist, denn Dah­li­en trei­ben nur an die­ser Stel­le aus. Da­her soll­ten auch neu ge­kauf­te Knol­len noch im Ge­schäft sorg­fäl­tig auf Krank­hei­ten und Schä­den ge­prüft wer­den. Man er­spart sich so die Ent­täu­schung dar­über, dass sich nach der Pflan­zung nichts tut. Hoch­wüch­si­ge Dah­li­en-Sor­ten be­nö­ti­gen Stütz­pfäh­le, die vor dem Pflan­zen ge­setzt wer­den. Das schützt die Knol­len vor Be­schä­di­gung. Dah­li­en­knol­len wer­den so tief ge­setzt, dass sie min­des­tens zehn Zen­ti­me­ter mit Erde be­deckt sind. Das gibt Stand­si­cher­heit und schützt vor Spät­frös­ten. Der Pflanz­ab­stand ist sor­ten­ab­hän­gig und wird je nach Sor­ten­aus­wahl eingehalten.

Mo­nats­tipp März

War­me Vorkultur

Ge­mü­se­ar­ten mit lan­ger Ent­wick­lungs­zeit oder ho­hem Wär­me­be­darf wer­den im Haus vor­ge­zo­gen: Tomaten,Paprika, Au­ber­gi­nen, Ar­ti­scho­ken, An­den­bee­re, Sel­le­rie oder Knol­len­fen­chel. Zur Kei­mung sind Bo­den­tem­pe­ra­tu­ren von etwa 20°C vorteilhaft.

Im Früh­beet fin­den aus­rei­chen­de Keim­be­din­gun­gen: frü­he Sor­ten Sa­lat, Lauch, Kohl­ra­bi, und Blu­men­kohl so­wie Bleich­sel­le­rie, Ret­tich, Ra­dies­chen und vie­le Kräuterarten.

Mo­nats­tipp Februar

Edel­rei­ser im Fe­bru­ar schneiden

In der Fas­ten­zeit (Fe­bru­ar — März) ist die bes­te Ge­le­gen­heit, um ihre Obst­bäu­me zu schneiden.

Zu be­ach­ten ist hierbei:

1. Wel­cher Obst­baum ist es, denn es gibt Un­ter­schie­de im Schnitt z.B; ein Ap­fel­baum wird in der Form ei­nes Ahorn­blat­tes- und ein Birn­baum in der Form ei­ner Py­ra­mi­de geschnitten.

2. Ist es ein jun­ger Baum? Hier wen­det man den Er­zie­hungs­schnitt an. Oder ein al­ter Baum mit Cha­rak­ter,- die­ser be­nö­tigt ei­nen Er­hal­tungs­chnitt, das muss auch nicht je­des Jahr sein. Alle 3 — 5 Jah­re rei­chen, aber es soll­ten dann min­des­tens arm­di­cke Äste sein.

3. Die Wuchs­stär­ke ist entscheidend:

Nied­rig — Spin­del­busch, (Ern­te im ers­ten Jahr möglich) -

Höhe:  3 Me­ter, Al­ter: 15 bis max. 20 Jahre.

Nied­rig — Säu­len­obst, (Ern­te im ers­ten Jahr möglich) -

Höhe: 3 Me­ter, Al­ter 10 bis max 15 Jahre.

Je nach Wuchsstärke:

Mit­tel — Halb­stamm, (Ern­te nach 2 bis 4 Jahren) -

Höhe: 4–6 Me­ter, Al­ter: 20 bis 40 Jahre.

Hoch — Hoch­stamm, (Ern­te ab 10 Jahren) -

Gro­ßer Baum, bis 100 Jah­re und älter.

Je nach Wuchs­stär­ke wird un­ter­schied­lich geschnitten.

 

Lie­ber we­ni­ger schnei­den,  aber da­für 5 bis 10 ent­schei­den­de Maß­nah­men treffen. 

Man kann nicht sehr viel falsch ma­chen,  aber nicht zu­schnei­den,  ist der größ­te Fehler.

Alle Äste die in die Baum­kro­ne hin­ein­wach­sen ge­hö­ren rausgeschnitten.

Be­son­ders zu emp­feh­len ist das Buch:

Obst­baum­schnitt in Bil­dern (das Wich­tigs­te in Kür­ze) ISBN 978–3‑87596–045‑7

des Obst- und Gar­ten­bau­ver­la­ges München

Mo­nats­tipp Januar

Im Ja­nu­ar gibt es nicht viel zu tun, — Win­ter ge­nie­ßen und ent­span­nen auf der Ofenbank. 

Bü­cher über Kräu­ter, Ge­mü­se und Gar­ten kön­nen die­se kal­te Zeit gut überbrücken.